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V.A. - RIDDIM DRIVEN: DREAMING / 12 GAUGE |
V.A. - RIDDIM DRIVEN: DREAMING / 12 GAUGE

Bereits im Januar sind die beiden One Riddim Sampler „Dreaming“ und „12 Gauge“ auf VP Records erschienen. Besonders letzterer hatte bereits im Fahrwasser härterer Riddims wie Gully Slime, Dem Time Deh und durch seine Vorgänger Redbull & Guiness und Ghetto Whiskey viel Aufmerksamkeit erhalten - zu Recht. Hervorragend besetzt mit Bounty Killer, zweimal Delly Ranks, Vybz Kartel, Wayne Marshall, Mavado, Nicky B, dem auferstandenen Future Fambo und Wayne Wonder - allesamt in Höchstform -, ist dieser Riddim eine gelungene Ergänzung zu den oben genannten. Die Krönung der Selection jedoch ist definitiv (neben dem Solo-Tune von Delly Ranks) die Combination der beiden Alliance-Shotter Bounty und Idonia: Neben dem unglaublichen Newcomer verblasst selbst der Warlord fast zum harmlosen Kinderschreck. Der Riddim selbst wird getragen von dunklen, synthetischen Trommeln, sehr kurzen Gitarrensamples und einer furchteinflößenden Bassline; im Falle des Nicky B Tunes aufgewertet durch gut gesetzte Keyboardklänge. Jeder Tune der Selection ist eine Kampfansage oder eine Anthem - besser kann eine aktuelle Hardcore-Dancehall-Selection kaum aussehen. Der „Dreaming“ hingegen ist von weitaus weniger synthetischem Klang, aber nicht minder treibend. Besonders interessant neben dem hohen Tempo ist die Verwendung von Bläsern, die dem Riddim einen hymnenhaften Charakter verleihen. Auch hier sind die vertretenen Artists in Bestform; allen voran Busy Signal, der bei „Man a thug“ in enormem Tempo einen seiner besten Tunes aufgenommen hat. Auch die anderen Hardcore-Artists wie Vybz Kartel, Buju Banton, Bounty Killer und Assassin wissen zu überzeugen. Der Titeltune der Selection, vorgetragen von Mavado, leidet ein wenig unter dessem etwas anstrengendem Stil, geht aber dennoch klar. Ein besonderes Highlight ist „Lover's Prayer“ von Alaine, das einen angenehmen Kontrast zu den übrigen Tunes darstellt und den eigentlich recht harten Riddim nahezu als One-Drop durchgehen lässt - sehr schön! Die Tunes von Mitch, New Kidz und Bling Dawg gehen neben all den großen Namen etwas unter, wobei gerade Bling Dawg sich mit seiner dunklen Stimme gut auf den monumentalen Riddim einfügt und einen sehr starken Tune abliefert. Wahrscheinlich wird die Selection sich in der Dancehall nur schwer durchsetzen, was ihrer sehr guten Qualität aber keinen Abbruch tut. (KR)
 www.vprecords.com
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