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| Reviews 2006 / 2007 |
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The Firebug - On The Move
Die brasilianische Band Firebug hat mit "on the move" ein wirkliches Masterpiece geschaffen. Völlig ungezwungen schippert ihr Musikkutter zwischen deepen Rootsbasslines, Rocksteady angehauchten Drums und wabernden 60ies Hammnod Organs. Ein solides Fundament für eingängige, absolut liebenswerte Hooklines. Gepaart mit einem echt genialen Songwriting ergibt sich das, was sich zwangsläufig ergeben muss, ein Hammer Album. Gesungen wird auf Englisch, mit der Ausnahme des letzten der 11 Tracks. Die Produktion klingt absolut authentisch, absoluter Zeitflashback, man könnte meinen, die Aufnahmen stammten direkt aus den späten 60gern. Knisternde Amps, scheppernde Drums, jedoch keinesfalls nach Hinterhof klingend, das Ding ist genauso gewollt und das hört man. Für jeden Rocksteady, Reggae und Offbeat Freund ein definitiver Tip, der Euch den Reggae Brasiliens direkt aus den Speakern holt. Da kommt der Sommer ein ganzes Stückchen näher und das full a good vibes and niceness. Mein Favorit: "what they say". Holt Euch das! (PT)
Chapter 11 - Live & Direct ![]() Long Beach California - das zuhause der Reggae-Hip Hop- Dancehall Formation aus den Staaten. Ein wirklich unglaubliches Ding. In vielerlei Hinsicht. Hits reihen sich an absolute Null Nummern, so dass man fast denken könnte, hier handelt es sich um verschiedene Bands. Nur als Beispiel. Das Intro kommt daher mit einem mittelmäßigen Dancehall Riddim und fast peinlichen EuroDance Raps a la Cpt. Hollywood, man möchte schon fast wegschalten, da kommt der Pull Up und der zweite Track " What goes around". Und der ist mal ein wirklicher Hit. Jazzy, Funky Offbeat Sommer Nummer. Jedoch auch hier: Rap statt Reggae bei den Vocals, jedoch hier wesentlich versierter. Dritte Nummer, Roots and Culture... Und so gehts weiter. Wirklich abwechsulngsreich, von Roots über Dancehall, Rap, Latin Anleihen, dicke Hooklines, nice Songs, dicke Basslines. Einziges Manko bleibt die teilweise etwas unausgereifte Produktion und die teilweise (!) etwas infantil klingenden Raps.
Ansonsten aber durchaus interessant und ein wirklich dicker Ideenreichtum! Live bestimmt ein Knallert. Für alle Leute die aus dem Hip Hop kommen und jetzt beim Reggae hängen geblieben sind. (PT)
www.myspace.com/chapter11, http://chapter11music.comGood Vibrations - Vibration Invasion Mixtape 2006 ![]() Die 5 Mitglieder dieses Östereichischen Reggae Soundsystems, haben ein perfektes Gespür für die Zusammenstellung einer guten Mix CD. Ihr "Vibration Invasion Mixtape 2006" lässt mich nämlich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommen. Denn selten habe ich so viele und vor allem auch gute Dubplates auf einem Mixtape zu hören bekommen. Million Stylez, Cali P, Fantan Mojah, Luciano, Rebellion, Mono, Nikitaman, Perfect, Turbulence, Lutan Fyah, Denise D & Isha Blender, Half Pint, Capleton, Apache Indian, Texta, Ras Shiloh, Richie Spice u.v.m.-alle hier aufgelisteten Artists voicten Tunes für die Soundbwoys, die nun entweder als fresher Remix oder in der Originalversion zu hören sind. Doch nicht nur die vielen Specials zeichnen diesen Mix aus, sondern auch das Mixing und die Auswahl der Selections. Egal ob Dancehall oder Roots/Conscious Reggae, alle Tunes bzw Riddims, die in den letzten Monaten die Dancehalls rockten findet man auf dieser CD. Für mich wirklich seit langem mal wieder ein sehr erfrischendes und grossartiges Mixtape. Mir ist nach dem Hörgenuß dieser Reggae und Dancehall Mix CD nun vollkommen klar wieso Good Vibrations zu den meist gebuchten Sounds Österreichs gehören. Big Up und Respect! (CW) VÖ: Out Now www.goodvibration.at, www.myspace.com/goodvibrationsound Singin’Gold - Nah Sell Out ![]() “Nah Sell Out” ist eine Promo-CD mit 6 Tracks des aus St.Mary, Jamaica, stammenden aber in Braunschweig, Deutschland, lebenden und schaffenden Singjays D.Dixon aka. Singin’Gold. Wahrscheinlich ist dies seine erste Platte, deswegen will ich in meiner Kritik einmal wohlwollend und gütig sein. Ich habe jedenfalls schon deutlich schlimmere Debuts zu Ohren bekommen. Dennoch gefallen mir 5 von 6 Liedern höchstens mittelmäßig, die Riddims wirken recht billig und an seinem Flow kann Singin’Gold noch einiges verbessern. Zum Cover sag ich lieber gar nichts. Der RnB/Dancehall Tune „Up In Da Party“ gefällt mir ganz gut, wenn er auch nicht unbedingt meinem Musikgeschmack entspricht. Aber hier merkt man, wie Mr.Dixon aus sich rausgeht und aufblüht, sich entfaltet, seinen Style findet. Hier dann bitte beim nächsten Werk anknüpfen! Alles in allem ist folgendes festzuhalten: die richtigen Tendenzen sind da, ein gewisses Potenzial definitiv auch bemerkbar; trotzdem ist das Gesamt-Resultat bisher weniger Singin’Gold als viel eher Singin’Bronze. (LSch) Singin’Gold: Nah Sell out, I-Spect Studios, www.myspace.com/singingold Humble - Hard To See ![]() Wow! Was für ein Album. Stark und doch gefühlvoll, nachdenklich und doch so klar, poetisch und doch nicht klischeemäßig kitschig, voll von conscious Rasta Lyrics aber kein billiges Runterrasseln von auswendig gelernten Praises, alles drin von langsam-verträumt bis vorrantreibend-schnell. Simon Vassel, besser bekannt als Humble, hat hier ein Glanzstück geliefert. Auch wenn mir persönlich seine Stimme nicht sonderlich gut gefällt und ich einige Beats zu simple gestrickt empfand, hatte ich einen absolut positiven Gesamteindrcuk, nachdem ich die Platte das erste Mal gehört hatte. Intelligente Texte, voller Einsatz von Sänger und Band, ein wunderschönes Coverfoto und ein Booklet mit kompletten Lyrics –da hat jemand aufgepasst, wie man ein vernünftiges Album zusammenstellt. So etwas sieht man (leider oder zum Glück) nicht alle Tage. Humble’s Mischung aus Reggae, Lovers Tunes, Soul und minimalisiertem Chant ist etwas ganz besonderes. Ein Album, das unter die Haut geht und auf ehrliche sowie tragisch-emotionale Weise berührt. Nichts für pseudo-harte Typen und auch nichts für aufgewühlte Party-Abende, sondern viel eher etwas für ruhige Sonntage sowie kalte Winter- und warme Sommernächte. Ein Album das hängen bleibt. Und eins das definitiv zu empfehlen ist. It’s not hard to see why. (LSch) Humble: Hard To See, Sound Check Records, VÖ: 2005, www.soundcheckrecords.ca V.A. - Let Go Riddim ![]() Zur Zeit läuft Joy Denalane's "Let Go" auf sämtlichen Radiostationen rauf und runter, doch viel peppiger ist der Remix dieser Singleauskopplung. Dieser von Teka aus dem Rootdown Records Lager produzierte Track schlug bei den Reggaeheads sofort ein, was letztendlich zu einer kompletten Riddim Selection führte. Den Hit der bekannten Soulqueen gibt es auf Vinyl in einer grossartigen Combination mit Jah Mason zu hören, doch auch die restlichen Beiträge sind allesamt absolute Knüller! Auf diesem dicken One Drop Conscious Riddim geben nämlich auch noch so international bekannte Artists wie Anthony B ("How Could I"), Ginjah ("Be Strong"), Natural Black ("Rise Of The Poor") und die belgisch-zairische Newcomerin Zap Mama ("Spirit") ihre Versions zum Besten. Nosliw vervollständigt mit "Allerletzte Chance" die Liste der auf "Let Go" releasten Tracks und liefert somit den einzigen deutschsprachigen Tune ab. Dieser brandneue Track des Bonner Künstlers kann mit dem Rest dieser Selection mehr als mithalten, denn textlich bewegt sich Nosliw wieder auf sehr hohem Niveau. Für mich lässt deshalb Rootdowns 7inch Selection nur folgendes Gesamtfazit zu: Big Ting Dat! (CW) VÖ: Out Now www.rootdown-music.com Wailing Souls - Classic Cuts 1978-1984 ![]() Seit Mitte der 60er Jahre existiert diese Roots Formation, die durch ihren unverwechselbaren Reggaesound einen Meilenstein in der Reggaeszene bilden. Greensleeves hat nun 12 Klassiker dieser Band aus den Jahren 1978-84 zu einer Art Best Off Album zusammengestellt, die auf "Classic Cuts" alle im 12"Mix zu hören sind. Lloyd „Bread“ McDonald und Winston „Pipe“ Mathews, die beiden Köpfe der Wailing Souls, schaffen es mit ihrem harmonischen Gesang echte Stimmung aufkommen zu lassen. Songs wie "Jah Give Us Live", "Kingdom Rise Kingdom Fall“ von dem Fire House Rock-Album oder „War“, zusammen mit Ranking Trevor zählen zu den größten Erfolgen der Sangesgruppe, doch auch der Rest auf "Classic Cuts" ist mehr als hörenswert! Denn die Wailing Souls stehen vor allem für eins: Songs voller Emotionen, wuchtige Bässe, Echo-Vocals, Soundeffekte, African Drums und mystische Chants. Dies alles vereint Greensleeves durch eine perfekte Songauswahl in hoher Aufnahmequalität auf diesem Tonträger. Ein guter und würdiger Überblick über diesen Abschnitt ihrer Karriere und ein fast unverzichtbares Album das keinesfalls in der privaten Roots Reggae Sammlung fehlen sollte. Danke Greensleeves! CW) VÖ: Januar 07 www.greensleeves.net Greensleeves Records - Hi-Grade Ganja Anthems Mixed ![]() Was wäre die Reggaemusik ohne die Sparte Ganja Tunes? Sicher eins: Um zig gute Songs ärmer! So ziemlich jeder Artist hat mindestens schon einmal ein Lied über das Heilige Kraut zum Besten gegeben - manche mehr, manche weniger erfolgreich. Auch auf Greensleeves Records erschienen im Laufe der Zeit zahlreiche Beiträge dieses Genres. So war es fast Pflicht, zum 30jährigen Firmenbestehen eine Best Off - Auswahl dieser Songs auf einer Compilation zu veröffentlichen. Mit "Hi-Grade Ganja Mixed Anthems" liegt uns diese nun auch vor. Wayne Smith ("Under Me Sleng Teng"), John Holt ("Police In Helicopter"), Barrington Levy ("Under me Sensi"), Eek A Mouse ("Ganja Smuggling"), Bounty Killer ("Smoke The Herb") und Sizzla ("Ganja In My Brain") geben ihre Big Tunes, die auf fast jedem Dance gespielt werden zum Besten. Aber auch eher unbekanntere Tracks wie meine persönlichen Favoriten "Joker Smoker" (Triston Palmer Text - einfach genial!) oder 1000 Weight Of Collie Weed" von Carlton Livingston, sind auf diesem 18 Track Sampler zu finden. Klar hat man viele dieser Lieder schon zig mal gehört, trotzdem schön, all die Tunes auf einen Silberling gepackt vorzufinden. Auch um sich den ein oder anderen verauchte Abend oder Dance ins Gedächtnis zurückzurufen, ist dieser Greensleeves Jubiläums Release bestens geeignet. Insgesamt ein guter und gelungener Überblick über die Ganja Tune Releases der letzten Jahre . (CW) VÖ: Januar 07 www.greensleeves.net General Degree - Generally Speaking ![]() Degree ist eins der Multitalente des Reggae. "Generally Speaking", sein neustes Album, enthält Powervollen Dancehall, sanften Soul/R'nB/HipHop und Conscious Reggae, den er gekonnt und vor allem überzeugend zu einem perfekten Gesamtergebnis vereint. Natürlich enthält das 17 Track Album auch seine Hit Tunes "Bumpa To Bumpa", "It No Matter", "Almighty God" uvm. Auch Namhafte Kollegen wie Beres Hammond, Chico und Richie Stephens ließen es sich nicht nehmen den General durch Feature-Songs zu unterstützen, welche ohne Zweifel mit zu den Höhepunkten dieses Neu-Releases gehören. Live konnte er dieses Jahr auf dem Summerjam seine musikalischen Qualitäten unter Beweis stellen und rockte die Massive. Mit "Generally Speaking" hat man nun die Möglichkeit sich diesen Gig in Erinnerung zurückzurufen. Doch Vorsicht!, beim Hören be- und entsteht erhöhtes Risiko zur Tanzbereitschaft! (CW) VÖ: 19.01.07 www.kingstone.de, www.grooveattack.com, www.general-degree.com Gunjah Deluxe - Freakshow Da es zu diesem Album verschiedene Meinungen in unserer Redaktion gibt, wird eine weitere Review erscheinen. Sein erstes Album „Freakshow“ zu nennen, ist mutig und clever zugleich. Einerseits muss man zwar bestimmt so einige medialen Seitenhiebe einstecken, andererseits erregt der Titel natürlich Aufmerksamkeit und steigert somit den Umsatz. Der Name soll die diversen Styles repräsentieren, die Gunjah in seinem Repertoire hat. Ob Rap, RnB, Dancehall oder Reggaechant, der junge Wahl-Berliner ist vielseitig und reist durch die verschiedenen Musikrichtungen. Leider wirken viele seiner Songs durch nur mittelmäßige Riddims aus dem Hause Grooving Smokers und teilweise monotonem oder zu simple gestricktem Flow nicht wie sie wirken könnten. Die meisten Texte –Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel- sind textlich ansprechend und manche sogar richtig gut. Vor allem die von ihm selbst geschriebenen Lyrics haben mich überzeugt und er sollte sich öfter „den Anzug selber schneidern“ und dafür vielleicht eher auf die (textliche) Zusammenarbeit mit Jr.Randy verzichten. Seine eigenen Worte passen viel besser zu ihm und gehen ihm auch merklich leichter von den Lippen. Hier punktet er mit ehrlichen, aufgeschlossenen Worten, sympathischem Charme und jede Menge versteckter Ironie und Witz. Die Platte hat sowohl meditative Gebets-Chants (ich übertreibe) im Angebot als auch tanzflächentaugliche Partysongs. Alles in allem empfehle ich das Album -unter kleinem Vorbehalt- weiter; vielen Leuten wird der Mix aus Consciousness und Dance-Tunes gefallen, viele Geschmäcker werden angesprochen. Dennoch würde ich der CD im gesamten nur die Schulnote 3 geben, da sie nicht wie „aus einem Guss“ wirkt und da ich mir von der nächsten Platte mehr erhoffe und ja dann dafür noch 2en oder 1en verteilen will. Möglich wäre es, Gunjah hat das nötige Talent. Meinen –zugegeben in erster Minute etwas paradox klingenden- Rat, werden alle verstehen, die sich das Album zulegen werden: in der Fortsetzung weniger „Hard Work“ und dafür mehr „Bling Bling“ bitte. (LSch) Grooving Smokers Music, VÖ: Mai 2006, http://www. grooving-smokers.de , http://gunjahdeluxe.de
Scaramanga - Vernissage
Scaramanga...was soll man dazu sagen? Schon der Name ist schwer einzuschätzen...Scara-was? Ebenso ergeht es mir bei der Beurteilung dieser Platte. Die neuste Produktion der sieben schweizer Jungs -,„Vernissage“- ist ein im Reggae verwurzeltes, aber doch vor allem durch Popmusik-Einflüsse verfremdetes Album, dessen englische und italienische Lyrics ebenso breit gefächert sind wie die jazzigen, funkigen und souligen Elemente der Rhytmen und Sounds. Mir persönlich gefällt die Scheibe nicht sonderlich gut, obwohl sie einwandfrei produziert und gemastert ist. Es ist einfach nicht meine Musik. Zu viel rockige und ganz besonders poppige Komponenten lassen sie meiner Meinung nach zu sehr viel durchschnittliche Radiomusik klingen, bei der zwar keiner „Schalt mal um, dass ist ja grässlich“ sagt aber halt leider auch ebenso niemand „Wow! Was ist das denn für ein geiler Tune?“ fragt. Dementsprechend kann ich die CD auch nur bedingt weiterempfehlen. Bei all denen aber, die schon immer mal nach der Verschmelzung von italienischem Flair, rockigem Gitarrensound und jazzig-leichten Skarhytmen gesucht haben, ist der Sound von Scaramanga mit Sicherheit ein Volltreffer. (LSch)
Zilversurf - West-Eastern Impressions
Als Paradebeispiel “akustischer Globalisierung” wird diese Platte des schwedischen Worldmusic-Veteranen Johan Zacharisson alias Zilversurf im Pressetext vorgestellt. Und so groß und unerreichbar dieser Titel auch klingen mag, besser kann man dieses Album nicht beschreiben. Reggae mischt sich mit Cumbia, Ethnobeats aus Nord-, West- und Ostafrika treffen auf brasilianisches Temperament während sich indische Vokalakrobaten in jamaikanischen Rhytmen und schwedische Geigerinnen verlieben. Ein unglaublich bunter, vielseitiger, facettenreicher Mix diverser Stile und Kulturen, Stimmen und Sprachen, Stimmungen und Meinungen, der aber doch –unter dem Zelt Zilversurf’s vereint- ein fest ineinander verhaktes und verstricktes Gesamtkonstrukt abgibt. Eine wunderbare CD, um auf eine mentale Weltreise zu gehen auf der man einfach nur die Gedanken schweifen lassen und die Schönheit von bezaubernd reinen Stimmen und Klängen genießen kann. Ein Muss nicht nur für alle Weltladen- und Federohring-Freunde, sondern auch für alle aufgeschlossenen, an guter und ehrlicher Musik interessierten Reggaefans. Ich kann diese Platte nur ausdrücklich empfehlen und wünsche allen, die meinem Rat folgen, einen guten Trip um den Globus, mit vielen neuen Erfahrungen aus den abgelegensten und unbekanntesten Winkeln unserer Erde. (LSch)
Soulfood Records, VÖ: 09.02.2007, www.myspace.com/lolasworldrecords
Timoun a Jah Sound Vol.1
Diese französische Produktion ist eine Compilation von insgesamt 17 Künstlern, die alle ein gemeinsames Ziel teilen: conscious Texte mit dubbigen, sehr rootsigen Melodien zu vereinen.
In über einem Jahr Zusammenarbeit ist das Album „Timoun a Jah Sound Vol.1“ dabei herausgekommen, auf der 7 Riddims von den eben angesprochenen 17 Artists besungen werden. Eine Mischung aus Gebet, Meditation, Soundeffekten, anklagenden und aufrüttelnden Lyrics sowie Rasta-Ideologie ist das Ergebnis dieses kommunalen Brainstormings. Eine Beurteilung fällt mir schwer, da ich die in Eigenregie produzierte Platte natürlich nicht mit professionellen Produktionen vergleichen kann und da einige Songs, wie beispielsweise Princess Black’s „Give I strength“, so sehr aus der Reihe stechen, dass es unfair wäre, deren Klasse in dem Gesamturteil unterkommen zu lassen. Dennoch gefällt mir das Album im gesamten nur mittelmäßig, viele Effekte klingen selbst für Wohnzimmerstudios billig, die Riddims sind recht langweilig/ähnlich, viele Texte einfach zu plump bzw. klischeemäßig und auch die meisten vertretenen Sänger können mich leider sowohl stimmlich als auch flow-mäßig nicht wirklich überzeugen. Schade, wo mir der Gedanke des Projektes doch eigentlich sehr gut gefällt. Wie gesagt, es steckt ein gewisses Potential in vielen Einzelteilen dieser CD, aber das Gesamtkonstrukt kann dennoch nur die Note „verbesserungswürdig“ erhalten. Vielleicht geben wir den Franzosen einfach noch ein weiteres Jahr Zeit und warten die nächste, hoffentlich überzeugendere, Platte ab. (LSch)
Zebulon Project Records, Hi-Lion Studio Productions, www.myspace.com/timounajah
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